Volksbank Bad Saulgau | Mitgliederzeitung 01/19

Änderung des seitherigen Namens in „Gewerbebank Saulgau e.G.m.b.H“ und damit Beschränkung der Haftpflicht für die Mitglieder auf die doppelte Höhe des Geschäfts­ anteils. Aufgabe war es, Einlagen hereinzunehmen und Kredite an Mitglieder zu gewähren. 4 EINE IDEE VERÄNDERTE UNSERE REGION „GENOSSENSCHAFTSBANKEN SIND EIN WICH WIRTSCHAFTLICHEN ERFOLGES.“ 150 JAHRE VOLKSBANK BAD SAULGAU: EINE GENO Die ältesten Wurzeln der heutigen Volksbank liegen in Mengen. Dort wurde am 13. Juli 1869 von 131 Mitgliedern des damals sehr aktiven und angesehenen Gewerbevereins die Gewerbebank Mengen gegründet. Federführend war Stadtschultheiß Baur. Am 12. Mai 1871 wird von 42 Mitgliedern der „Vorschuß-Verein Saulgau“ als einge­ tragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht ins Leben gerufen und am 6. Juni in der Saulgauer Tageszeitung „Der Oberländer“ der Öffentlichkeit bekannt gegeben. Erster Direktor wird Oberamtspfleger Josef Hoch. 1869 Die Umsätze der Bank erreichen 3,1 Millionen Mark, die Mitgliederzahl ist auf 349 gestiegen. Erste Bekannt­ machung des am 1. Juni 1871 gegründeten Vorschuß-Vereins Saulgau in der Zeitung „Der Oberländer“. In der Satzungsurkunde stehen die 131 Namen der Bürger, die die Gewerbe­ bank Mengen gegründet haben. Darunter finden sich unter anderem die Berufe: Messer-, Waffen- und Zeugschmiede, Gerber, Tuchmacher, Seiler und ein Schirmfabrikant. Die Zeiten waren schlecht, Mitte des 19. Jahrhunderts: Die industrielle Revolution, Bevölkerungswachstum und Armut führ- ten zu Hungersnöten. Sozialgesetze und ein geregeltes Wirtschafts- und Banken­ system? Fehlanzeige. Ein Wendepunkt war 1847 – die Geburtsstunde der Genossen­ schaftsbanken. Auch in unserer Region fand die Genossen­ schaftsidee mit ihren Prinzipien schnell An­ hänger. Am 13. Juli 1869 gründeten in Mengen 131 Bürger die erste Gewerbebank in unserer Gegend und etablierten damit die älteste Filiale der heutigen Volksbank Bad Saulgau eG. Zwei Jahre später, am 12. Mai 1871, gründeten ebenfalls Bürger und Gewerbetreibende den „Vorschuß-Verein Saulgau“. Insgesamt be­ trachtet eine 150-jährige Erfolgsgeschichte, die mitgeholfen hat, dass sich die Region vor allem wirtschaftlich entwickeln konnte. „Die Zeiten haben sich geändert, der genos- senschaftliche Auftrag ist aber geblieben. Die Volksbank Bad Saulgau hat einen durch die Satzung vorgegebenen Auftrag: „Die wirt- schaftliche Förderung ihrer Mitglieder“, blickt Klaus Remensperger, Vorstandsmitglied der Volksbank Bad Saulgau, gleichzeitig auf die Vergangenheit und die Gegenwart. Seit 150 Jahren sei man der faire und vor allem kompe- tente Partner und Berater in allen Finanz- und Vorsorgeangelegenheiten. Diese Betreuung verläuft allerdings in ande- ren Dimensionen als zur Gründungszeit. Die Bilanzsumme – eine wichtige Kennzahl für Banken – liegt bei 1,2 Milliarden Euro. 221 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen mehr als 32.500 Mitglieder und über 56.000 Kunden. Im Geschäftsgebiet finden sich 15 Filialen mit persönlichen Ansprechpartnern. Zudem gibt es die Möglichkeiten, über das Internet oder die VR-Banking-App seine Bank­ geschäfte zu erledigen. „So möchten wir gegenüber unseren Kunden sein: Altbewährt, aber gleichzeitig modern und innovativ. Per­ 1871 1920 1914

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